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Vom Abfall zur Energie

Vom Abfall zur Energie - Wie neue Technologien Abfall in wertvolle Ressourcen verwandeln

Weltweit findet eine stille Revolution statt, was die Wahrnehmung und den Umgang mit Abfall betrifft. Er ist nicht mehr etwas, das wir einfach wegwerfen, sondern wird zunehmend als Ressource zur Energiegewinnung und zur Sicherung einer nachhaltigeren Zukunft geschätzt. Unabhängig davon, ob es sich um die Verbrennung von Hausmüll, die Umwandlung von Biomasse in feste Brennstoffe oder die Umwandlung von
Ob es sich um die Verbrennung von Hausmüll, die Umwandlung von Biomasse in feste Brennstoffe oder die Umwandlung von Kunststoffen und anderen Reststoffen in flüssige Brennstoffe handelt, diese verschiedenen Technologien zur Energiegewinnung aus Abfällen bieten interessante Alternativen zu fossilen Brennstoffen und fördern die Kreislaufwirtschaft.

In unserem zweiteiligen Blogartikel stellen wir einige der führenden Ansätze vor und geben ein praktisches Beispiel dafür, wie die Elementaranalyse die Forschung zu fortschrittlichen Brennstoffen und die Energiewende unterstützt.

Abfallverbrennung

Die Verbrennung ist seit langem eine der am weitesten entwickelten Methoden zur Rückgewinnung von Energie aus unerwünschtem Material. Die Abgase werden durch moderne Systeme geleitet, die die Wärme auffangen, Schadstoffe herausfiltern und den Dampf in Strom umwandeln oder in lokale Heiznetze einspeisen.

Ein entscheidender Vorteil der Verbrennung ist ihre Fähigkeit, eine Vielzahl von Abfällen zu verarbeiten, aber die Betreiber müssen ständig auf potenziell schädliche Verunreinigungen im Brennstoff achten. Regelmäßige Tests und Optimierungen sind unerlässlich, um nicht nur den bestmöglichen Verbrennungswirkungsgrad und Heizwert, sondern auch die Einhaltung strenger Umweltvorschriften zu gewährleisten. Die Analyse von Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel und Sauerstoff (CHNSO) in Abfallbrennstoffen, Biomassebrennstoffen und fossilen Brennstoffen liefert eine Grundlage für die Berechnung des Heizwerts, während Chlor und andere Halogene besondere Aufmerksamkeit erfordern, da sie Korrosion im Ofen verursachen. Diese Messungen geben auch Aufschluss über das optimale Mischungsverhältnis von Abfallbrennstoffen mit zusätzlicher Biomasse und fossilen Brennstoffen und helfen den Betreibern, das Verbrennungsverhalten zu optimieren und die Gefahr von Korrosionsschäden zu verringern.

Auch wenn das Ziel nach wie vor eine echte Kreislaufwirtschaft ist, in der Materialien wiederverwendet und recycelt werden, wo immer dies möglich ist, ist die Verbrennung einer Deponie vorzuziehen, in der sich organische Stoffe zersetzen und Methan freisetzen. Außerdem ist die Verwendung von nachhaltigeren Rohstoffen wie Biomasse besser für die Umwelt. Letztendlich beruht der Erfolg moderner Verbrennungsanlagen auf ihrer Fähigkeit, die Umweltverschmutzung auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig einen zunehmenden Strom von Abfällen, die für andere Recyclingtechnologien nicht geeignet sind, in eine wertvolle Energiequelle umzuwandeln.

Ein Beispiel aus der Praxis: Hamburger Hungária Ltd. nutzt die Nebenprodukte der Papierherstellung in Form von Energie

Die Hamburger Hungária Ltd. liefert ein praktisches Beispiel dafür, wie industrielle Prozesse im Einklang mit dem Konzept der Energiegewinnung aus Abfällen optimiert werden können. Am Standort Dunaújváros werden nicht wiederverwertbare Papierreste aus der Produktion als Biomassebrennstoff zur Erzeugung von Wärme und Strom für die Papierherstellung verwendet. Durch die Kombination dieser Reststoffe mit anderen Brennstoffen wie Holzspänen kann das Werk seinen Energiebedarf effizient decken und gleichzeitig die CO₂-Emissionen senken.

Um die Energieeffizienz und die Umweltleistung weiter zu verbessern, setzt das Unternehmen die Technologie der Elementaranalyse ein. Der vario MACRO cube misst kontinuierlich den Gehalt an Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel und Chlor (CHNS + Cl) in der Brennstoffmischung. Diese Daten ermöglichen eine genaue Berechnung des Brennwerts, die Optimierung von Verbrennungsprozessen und die Überwachung von Elementen, die Korrosion oder schädliche Emissionen verursachen könnten.

Dank seiner fortschrittlichen Automatisierungsfähigkeiten kann der Analysator jährlich Tausende von Messungen durchführen, was eine optimierte Brennstoffnutzung, geringere Emissionen und einen höheren Anteil an erneuerbaren Energiequellen ermöglicht. Auf diese Weise unterstützt die Technologie einen Ansatz der Kreislaufwirtschaft, bei dem Produktionsrückstände nicht mehr als Abfall, sondern als wertvolle Ressourcen für eine nachhaltige Energieerzeugung behandelt werden.

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Umwandlung von Biomasse in feste Brennstoffe

Die Umwandlung von Holzhackschnitzeln, landwirtschaftlichen Reststoffen oder sogar Papierbrei in feste Brennstoffe ist ein weiterer Weg zu sauberer Energie. Im Gegensatz zu fossilen Festbrennstoffen wie Kohle bietet Biomasse einen erheblichen Klimavorteil, da sie auf biogenem Kohlenstoff basiert - Kohlenstoff, der bereits Teil des kurzfristigen Kohlenstoffkreislaufs ist. Bei der Verbrennung von Biomasse wird zwar CO₂ freigesetzt, aber dieser Kohlenstoff wurde zuvor von den Pflanzen durch Photosynthese aus der Atmosphäre aufgenommen. Dadurch wird kein "neuer" Kohlenstoff in den Kohlenstoffkreislauf eingebracht, so dass Biomasse bei nachhaltigem Anbau praktisch kohlenstoffneutral ist. Im Gegensatz dazu wird bei der Verbrennung von Kohle alter Kohlenstoff aus dem langfristigen geologischen Kohlenstoffkreislauf freigesetzt, der seit Millionen von Jahren im Untergrund eingeschlossen ist, wodurch neues CO₂ in die Atmosphäre gelangt und der Klimawandel verstärkt wird.

Die Bestimmung von C, H, N und S ist Teil der Standardanalyse und -charakterisierung von Biokraftstoffen, die aus Biomasse-Rohstoffen gewonnen werden. Aufgrund der Vielfalt der verschiedenen Ausgangsstoffe können die Elementkonzentrationen alternativer Kraftstoffe variieren, was zu Unterschieden in der Qualität des Endprodukts führt. Unterschiedliche C-, H- und N-Gehalte führen zu unterschiedlichen Heizwerten als Indikator für das Energiepotenzial. Der S- und N-Gehalt muss aufgrund der Umweltauswirkungen bei der Verbrennung streng kontrolliert werden. Außerdem können S und N zu Korrosion im Ofen führen, wenn alternative feste Brennstoffe verwendet werden.

Ein Beispiel aus der Praxis: Die Universität Pécs bewertet das Energiepotenzial von Abfallstoffen

Der Fachbereich Umwelttechnik der Universität Pécs zeigt, wie fortschrittliche Analysetechnologien die Forschung im Bereich der Energiegewinnung aus Abfällen und des nachhaltigen Ressourcenmanagements unterstützen. Durch die Investition in moderne Elementar- und TOC-Analysatoren hat die Abteilung ihre Möglichkeiten zur Untersuchung von Abfallströmen, alternativen Rohstoffen und erneuerbaren Energiequellen erheblich erweitert.

Die Geräte ermöglichen eine detaillierte Analyse von festen Abfällen, Ersatzbrennstoffen (RDF), Biomasse und Wasserproben und liefern wichtige Daten zum Kohlenstoff-, Stickstoff-, Schwefel- und Chlorgehalt. Diese Messungen sind unerlässlich für die Bewertung des Energiepotenzials von Abfallstoffen, die Optimierung von Verbrennungsprozessen und die Sicherstellung der Umweltverträglichkeit bei Anwendungen wie Verbrennung und Zementherstellung.

Durch automatisierte, effiziente und abfallarme Laborabläufe kann die Universität eine große Anzahl von Proben verarbeiten und wertvolle Erkenntnisse über die Abfallzusammensetzung, das Recyclingpotenzial und die Energierückgewinnung gewinnen. Diese Forschung dient nicht nur der Erweiterung des akademischen Wissens, sondern unterstützt auch die Entwicklung effizienterer Technologien zur Energiegewinnung aus Abfall und trägt zu einer Kreislaufwirtschaft bei, in der Abfall in eine wertvolle Energieressource umgewandelt wird.

Customer Spotlight: University of Pécs
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Die Erzeugung von Energie aus Abfällen ist keine Neuheit mehr, sondern wird zu einem festen Bestandteil vieler industrieller Programme.

Der Erfolg hängt jedoch ebenso sehr von der Technik und dem Anlagendesign ab wie von genauen, konsistenten Daten über die eingesetzten Materialien.

In unserem zweiten Teil des Artikels werden wir uns auf eine andere Technologie konzentrieren: Nachhaltiger Flugkraftstoff, bei dem erneuerbare Rohstoffe und gebrauchtes Speiseöl in nachhaltige flüssige Kraftstoffe umgewandelt werden.

Element's Magazin Nr. 3

In unserem ELEMENT's Magazin behandeln wir anspruchsvolle analytische Themen und zeigen, wie die CHNOS-Elementaranalyse, die Stabilisotopenanalyse (IRMS), die TOC-Analyse, die Proteinanalyse nach Dumas und die optische Emissionsspektrometrie (OES) eingesetzt werden können und wie sie unser tägliches Leben beeinflussen.

Ausgabe Nr. 03 zum Megatrend Neo-Ökologie (Dekarbonisierung, chemisches Recycling, Waste-to-Energy)

Titelblatt des Elements Magazins, das einen Landwirt bei der Bodenkontrolle zeigt
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